In’s Bodenlose

Wie erwähnt, war ich vor ein paar Tagen in einem Lost Place. Oder an einem Lost Place. Egal. Auf jeden Fall in einem ehemaliges Wohnhaus. Der Besitzer hat mir die Schlüssel geliehen. Auch die waren sehr alt und wuchtig.

Da das Haus direkt an der Dorfstraße liegt und darum die Fenster von Passanten mit Steinen eingeschlagen wurden, wurden sie mit Holzbrettern zugenagelt. Ich meine die Fenster, nicht die Passanten. Das bedeutet, dass der Großteil im Haus sehr dunkel war.

Bei der Lost Place Fotografie arbeitet man mit natürlichem Licht. Kein Blitz, keine Lampen. Auch keine Beleuchtung, die im Haus selber wäre. Das alles zerstört den natürlichen Charme. Also kann man nur eines machen. Langzeitbelichten. Hierzu steht die Kamera auf einem Stativ und belichtet so lange, bis das Bild hell genug ist. In meinem Fall waren es im Durchschnitt 10 bis 15 Sekunden. Meist bei Blende 2.8 und ISO 800. Der Nachteil ist, dass alles länger dauert, denn man muss erst das Stativ für die gewollte Perspektive einrichten.

Wie man im ersten Bild sehen kann, ist der Boden schon mehr als kaputt. Das war aber alles im Erdgeschoss. Gefährlich war es da drinnen nicht. Ich bin zwar echt einmal im Boden eingebrochen, darunter war aber gleich, weiß auch nicht was, auf jeden Fall was festes.

Fotografiert habe ich übrigens mit einer Nikon D850 und einem Tamron 24-70 2.8 G2. Mehr Weitwinkel habe ich leider (noch) nicht. Jedes Bild wird selbstverständlich noch nachbearbeitet. Dazu nutze ich Photoshop mit der Nik Collection und verschiedensten LUTs, die ich mir mit der Zeit zusammengesammelt habe.

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