Fotoshooting mit Marion

Im Februar wurde ich von der lieben Marion kontaktiert, um mit ihr ein Porträtshooting zu machen. Sie brauchte authentische Fotos, um sich bewerben zu können. Zu meiner Arbeitsweise gehört als Erstes immer, sich zu treffen und über alles zu reden. Was sind die Wünsche und Vorstellungen? Wo soll das Shooting stattfinden? Was sind die Anforderungen? Wie viele Bilder sind gewünscht? Drinnen und/oder draußen? Natürlich auch, was es kosten wird, usw.

Ursprünglich war geplant, das Fotoshooting an einem Ort zu machen, wo wir auch Fotos im Freien machen könnten. Wir hatten dafür aber genau die Tage erwischt, wo das Wetter wieder in Regen umschlug. Also musste umgeplant werden. Und dafür fiel mir, wie mir die Ergebnisse zeigen, der perfekte Ort ein. Der altbekannte Freiraum in Oberndorf bei Salzburg. Weiße Wände, eine Bar und ein Teppichboden in Holzoptik. Einfach schön.

Wichtig war mir, verschiedene Facetten von Marion einzufangen. Also nicht nur lachen oder lächeln, sondern auch erstnhafte bzw. starre Mimik, verträumte Blicke und unbemerkte Schnappschüsse. Um das zu schaffen, redeten wir quer durch die Bank. Ich erzählte ihr von mir, sie erzählte mir von ihr, ich machte ein paar Witze und wenn ich merkte, dass sie die Kamera für einen Moment vergessen hatte, drückte ich auf den Auslöser.

Sie brachte schlichte Kleidung mit. Eine schwarze Hose, ein ebenfalls schwarzes und noch ein weißes Oberteil und als kleine Abwechslung noch einen Mantel. Schwarz und weiß passen in diesem Fall sehr gut zu einer weißen Wand. Dazu noch die Farben des Bodens und der Bar in Verbindung mit ihrer Haut, fügen sich die Farbtöne sehr schön zusammen. Als kleine Spielerei eben noch der Mantel, der sich in das Farbmanagement nahtlos einfügt.

So entstanden am Ende etwa 20 Fotos in Farbe und Schwarzweiß. Da ich wusste, dass im Freiraum eine Bühne mit schwarzem Vorhang ist, wollte ich auch noch ganz bewusst ein Schwarzweißfoto mit Marion machen, in dem sie ebenfalls nur in schwarz gekleidet ist, damit nur ihre unbekleideten Körperpartien zu sehen sind. Dadurch fällt der Blick sofort auf ihr Gesicht, da ja sonst nicht viel zu sehen ist.

Das Shooting hat etwa 3 Stunden gedauert. Die Arbeitsweise war relativ einfach. Als Kamera verwendete ich meine Nikon D850. Da ich noch kein 85 mm Objektiv habe (das kommt aber noch), startete ich mit meinem Tamron 70-200 mm 2.8 G2. Danach wechselte ich noch mehrmals hin und her um auch noch mit dem Sigma Art 35 mm 1.4 und dem Nikon 50 mm 1.8 zu arbeiten. Bei allen Fotos kam mein Metz-Blitz 52 AF-1 auf der Kamera zum Einsatz. Immer indirekt über die Decke, die Wände oder einem weißen Reflektor, den ich per Stativ aufstellte.

Die Bilder wurden dann noch in Photoshop bearbeitet. Aber nicht zu intensiv. Natürlichkeit war das Motto. Ich habe hauptsächlich die Wände bearbeitet, um schwarze Schlieren zu entfernen. Farben, Helligkeit und Kontrast korrigiert, Marions Augen etwas aufgehellt und störende Rötungen der Haut entfernt. Ach ja, und einige Hundehaare auf ihrer Kleidung retuschiert. Das kommt halt davon, wenn ich meinen Hund mitbringe.

Die komplette Serie ist auf meiner Homepage zu sehen:
https://taulight-media.at/marion

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